Home
Zur Person
Schwerpunkte
Homöopathie
Kinesiologie
Pflanzenheilkunde
Mikrobio. Diagnostik
Ausleitungsverfahren
Praxisräume
Sprechzeiten
Kontakt
Anfahrt
Impressum
Sitemap

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

In der Pflanzenheilkunde, einem der ältesten bekannten Therapieverfahren, werden Beschwerden mithilfe von Medikamenten pflanzlichen Ursprungs behandelt. Pflanzliche Präparate haben, wenn sie fachkundig eingesetzt werden, ein großes Wirkungsspektrum und häufig weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Medikamente.

Die Phytotherapie berücksichtigt neben naturwissenschaftlichen Methoden auch vorhandene Erfahrungen über die Wirkung der pflanzlichen Arzneimittel. So unterscheidet man die rationale Phytotherapie, die auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, von der traditionellen Phytotherapie, die sich auf überlieferte Erfahrungen stützt. Ein wichtiger Unterschied zwischen Homöopathie und Phytotherapie ist die Beziehung zwischen Dosis und Wirkung: Je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung, während in der Homöopathie die Wirkung mit zunehmender Verdünnung und Potenzierung gesteigert wird.

 

Anwendungsgebiete

Pflanzliche Medikamente finden in Form von Arzneibuchdrogen (z.B. Tees), als Phytopharmaka (pflanzliche Fertigarzneimittel) wie Tabletten oder Tinkturen oder auch als Einzelwirkstoffe (z.B. Digitalis) bei zahlreichen Erkrankungen Anwendung, wie z.B. Erkältungskrankheiten, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, Unruhezuständen und Herz-Kreislauf-Störungen. Bei leichteren Beschwerden können z.B. Heilpflanzentees, Umschläge und Inhalationen mit pflanzlichen Zusätzen zur Linderung eingesetzt werden. Bei länger andauernden Beschwerden oder ernsteren Erkrankungen sollte jedoch der Rat eines Arztes oder Heilpraktikers eingeholt werden.

 

Kurze Geschichte der Pflanzenheilkunde

Vor der Erfindung synthetischer Medikamente waren Heilpflanzen die wichtigsten Heilmittel. Bereits in der Antike wurden sie von Ärzten verwendet und später in vielen mittelalterlichen Klöstern von Mönchen in Klostergärten angebaut und erforscht.

Während sich der Einsatz pflanzlicher Medikamente früher vor allem auf Erfahrungen und Beobachtungen begründete, ist die Phytotherapie heute eine fundierte Wissenschaft. In den Monographien werden z. B. Wirkungen, Dosierungen und Nebenwirkungen der Arzneipflanzen zusammengefasst und viele Inhaltstoffe wie Vitamine, ätherische Öle, Harze, Gerb- und Bitterstoffe sind gut untersucht. Durch die heutigen chemischen Verfahren konnte man die Inhaltsstoffe genauer bestimmen und das frühere Problem der zum Teil risikoreichen Nebenwirkungen vermeiden. Heutzutage kann man die einzelnen Wirkstoffe genau dosiert in Form von Tabletten, Tropfen, Salben oder Ölen einsetzen.

So kann man heute auch einzelne Inhaltsstoffe aus den Pflanzen isolieren und so gezielter einsetzen Zum Beispiel wurde aus der giftigen Tollkirsche (Atropa belladonna) das Atropin und aus dem roten Fingerhut (Digitalis purpurea) das Digitoxin (Digitalis) isoliert. Beide Stoffe sind hochwirksam und kommen auch heute noch in der modernen Medizin zum Einsatz. Auch das Medikament Aspirin (ASS, Acetylsalicylsäure) leitet sich aus dem pflanzlichen Wirkstoff Salicin aus der Weidenrinde her.

Arzneisicherheit

Da die Heilpflanzen hinsichtlich Zusammensetzung und Stärke der Inhaltsstoffe deutliche Unterschiede aufweisen können, müssen Phytopharmaka bezüglich des Wirkstoffgehalts standardisiert sein um eine exakte Dosierung zu gewährleisten. Pflanzliche Arzneimittel müssen hierbei die gleichen Anforderungen erfüllen wie synthetische Arzneimittel. Sie müssen die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes hinsichtlich Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und Qualität erfüllen, um eine Zulassung zu erhalten. Ausgenommen sind Arzneimittel, deren Wirksamkeit durch überlieferte und dokumentierte Erfahrungen begründet ist. Sie erhalten z.B. den Zusatz "traditionell angewendet", beispielsweise "zur Vorbeugung gegen ...".

Naturheilpraxis Dr. rer. nat. C. Friedrich
dr.christine.friedrich@gmx.de

to Top of Page